vuua-Studienprojekte Drucken E-Mail

Grundlage für die Studienprojekte sind aktuelle Bau- und Planungsvorhaben am Oberrhein. Die beteiligten Architektur-Hochschulen am Oberrhein werden gemeinsam von der gastgebenden Kommune vor Ort eingeladen und bekommen in einer öffentlichen Veranstaltung die Bau-Situation vorgestellt. Dazu werden Experten (Beteiligte, Planer, Politik /Verwaltung, Bevölkerung) angehört.

 

Bis zur öffentlichen Besprechung und Schlusspräsentation ihrer Arbeiten – wiederum vor Ort – werden die Studierenden von ihren eigenen Hochschuldozenten betreut und beurteilt. Oft werden mit gegenseitigen Gastkritiken die Kooperationen während des Semesters bestärkt. Die Vernetzung von Standorten, Hochschulen, Verwaltungen, Kommunen, Wirtschaft und Bevölkerung gelingt, wenn die Entwürfe anschließend gemeinsam vor Ort ausgestellt, diskutiert und in verschiedensten Relationen begreifbar werden. Gewonnen werden dabei Einblicke in die Prozesse von Identitätsfindung sowie in die Entstehung von Differenzierungsmodellen.

 

Die Architektur- Hochschulen lernen sich in diesem Projekt gegenseitig kennen. Deutlich werden dabei die eigenen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen Standpunkte sowie die unterschiedlichen Systeme und Modelle des Lernens und der Lehre. Die parallele Arbeit der Hochschulen aus drei Ländern macht für die Studierenden die eigene Arbeitsweise vergleichbar und ermöglicht Reflexion über die Ansichten der Nachbarn. Der Blick des Anderen macht das eigene Handeln und Denken verständlich und ermöglicht Nachbarschaft. Der Oberrhein – ein offener, trinationaler Raum – wird als gemeinsamer Lebens- und Wirtschaftsraum erfahren und erkannt. Die Hochschulen entwickeln ein lokales, interregionales Potential am Oberrhein – „Eine Region im Werden“. Sie arbeiten dabei grenzüberschreitend und interdisziplinär zusammen mit Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten, Entwerfern, Planern, Soziologen und Regionalplanern.